Zuviel Zucker in Fruchtjoghurts bei Migros, Coop, Aldi & Co.

Fruchtzwerge

Die Statistiken von Danone Fruchtzwerge zeigen eine Abnahme von Zucker in den letzten Jahren. Dennoch, hat so ein kleines Joghurt 12,8g Zucker drin pro 100g. Das sind mehr als 12%. Der Verweis beim Zucker mit dem “Stern” auf den Slogan:

Nicht mehr Zucker als gewöhnlicher Fruchtjoghurt.”

Macht mich sprachlos.

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Denn genau dort liegt das Problem. Es gibt KEINE Fruchtjoghurts in den Grossverteilern die keinen Zucker haben. Ich suche seit Stunden danach. Wir haben keine Fruchtzwerge Zuhause, die haben mir zu viel Zucker. Dennoch sind vor allem für kleine Kinder die kleinen Portionen praktisch, da diese aufgegessen werden und es nicht wie bei den grossen zu Reste führen.

LeShop.ch zeigt KEINE Zucker-Angaben im Shop

Bei meiner Recherche durch die Vielzahl von Shops ist mir aufgefallen dass die Zucker-Angaben im LeShop nicht vorhanden sind. Man muss die Produkte via Migros-Webseite suchen.

Beispiel: https://www.leshop.ch/leshop/Main.do/direct/de/Search/Lilibiggs%20Petit%20Suisse/
Zuckerinformationen nur hier: https://produkte.migros.ch/lilibiggs-petit-suisse

Wenn man sich überlegt, wie die Lebensmittel-Industrie unsere Welt mit Zucker überflutet, könnte man meinen wir sind alle Gänse die gemästet werden. Hallo Fettleber! Vielleicht werden auch wir bald zur gegenseitigen Delikatesse?

 

Wann wird gehandelt?

Wann reagiert endlich ein Grossverteiler und macht Fruchtjoghurts ohne Zucker oder künstlichem Zucker?

Wann erkennen die Gross-Konzerne dass dieses Zucker-Mästen die Falsche Grundlage ist für unsere Welt?

Ich wünschte mir die Eigenmarke Lillibiggs “Petit Suisse” von Migros würde endlich den Schritt in die richtige Richtung machen und auf Industrie- oder künstlichen Zucker verzichten. Sie sind zwar jetzt schon bei “nur” 8g Zucker pro 100g… aber dennoch, es ist zu viel.
Unsere Kinder sollen das Gesunde Essen lernen. Da geht nur wenn gesundes, auch wirklich gesund ist. Ich möchte hier nicht darüber diskutieren ob Milch-Produkte in der Grössenordnung wie wir es konsumieren sinnvoll sind. Ich möchte lediglich dass man dort, wo man kann, den Zucker-Konsum auf ein Minimum beschränkt. Und Grossverteiler sitzen hier am Hebel. Konsumenten interessiert es meistens nicht was sich im Produkt befindet. Es wird einfach eingekauft.

Der mit dem grössten Marketing-Budget gewinnt meist..

Ich wurde in der Generation “Dosenfutter & Mikrowelle” grossgezogen und fand es ABARTIG. Jetzt müssen auch wir handeln um die Welt zu entfetten und den Zucker-Konsum zu minimieren.

Mir ist bewusst dass etwas mit Zucker lecker schmeckt, das es sämiger wird oder auch sonst ein Glücksgefühl ausübt. SRF hat darüber berichtet: http://www.srf.ch/konsum/services/interaktiv/aha/zucker-im-nature-joghurt

 

Lesenswert: “Zucker ist ein Arschloch”

Und ja, ich bin selbst ziemlich süss unterwegs. Ich merke selbst dass es mir nicht gut tut. Ich merke an meiner Tochter wenn sie zu viel Zucker hatte… Doch genug gelästert. Ich möchte euch gerne noch den Blog-Beitrag von David Blum empfehlen. “Zucker ist ein Arschloch” 

 

TV-Sendung zum Thema “Zuviel Zucker im Frucht-Joghurt”

Es kann doch nicht sein, dass ein vermeintlich “GESUNDES” Produkt mehr Zucker enthält als ein Schokopudding? Auch hier wurde darüber berichtet. Sie fanden mehr als 16 Gramm Zucker im Joghurt von Aldi. Die ganze TV-Sendung gibts hier: http://www.ndr.de/ratgeber/verbraucher/Joghurt-Zucker,joghurt116.html

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Ich habe zwar das Gefühl ich bin alleine hier mit meinem Vorschlag. Hoffe aber trotzdem dass sich irgendwann endlich etwas ändert. Die Steuer auf Zucker erhöhen vielleicht eine Idee? Wir sind doch gerade so in Abstimmungs-Laune ;)

Eure Monah

 

 

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Gastbeitrag: Mit Reisen Geld verdienen? Der erfolgreiche Ausbruch aus der Gesellschaft

Wenn aus einer kleinen verrückten Idee plötzlich Wirklichkeit wird

Winter 2014, draussen ist es eiskalt, ich habe einen verdammt coolen Job und trotzdem schwirrt mir durch den Kopf, dass dies mein letzter Winter sein soll, welchen ich in der Schweiz, in der Kälte verbringe. Dass ich so dachte und fühlte, machte mir schlechtes Gewissen.

“Wieso bin ich denn immer noch nicht happy?”

fragte ich mich, doch die Antwort blieb vorerst aus. Im November war ich so ausgelaugt und am Ende meiner Kräfte, dass ich während einem Business-Meeting anstatt zukünftige Events zu planen, mich vor meinem zukünftigen Kooperationspartner ausheulte und er mir half einen Zeitplan zu erstellen um mein Leben besser zu regeln.

Irgendwann als mein Enthusiasmus zwischen Druck von innen und Druck von aussen leise starb, wurde eine kleine Wahnidee geboren: Was wäre, wenn ich der Schweiz und diesem System den Rücken kehre? Was wäre, wenn ich wirklich die Welt bereise und Bücher schreibe, wie ich es meiner Lehrerin in der 4. Klasse enthusiastisch schilderte?

Was wäre, wenn ich wirklich nicht gemacht bin für diese Art von Leben hier?

Ja, was wäre?! Da fiel mir wieder diese eine Reise-Bloggerin und Digitale Nomadin, Conni Biesalski, ein, deren Buch ich nur zwei Monate vorher gekauft und bis zur Hälfte gelesen habe. Es handelt genau darum: Wie man alles aufgibt, ein Online-Business aufbaut und gleichzeitig die Welt bereist mit dem Ziel unabhängig zu sein – von einem Ort, Geschäft, Land, System.

Die Idee war so verrückt, dass ich vorerst niemandem auch nur ein Wort davon erzählte. Dieser Wunsch war noch tief verborgen in meiner Fantasie-Welt, welcher ich immer öfters entfloh. Am 2. Januar 2015 habe ich Conni zum ersten Mal eine Mail gemacht, ihren Blog Camp Onlinekurs wieder gestartet, das Buch nochmals verschlungen und in meinen Life-Coach, Ashley Paquin investiert. Sie war die Erste, der ich mich öffnete. Ich solle meinen perfekten Tag aufschreiben – schamlos und vor allem ohne darüber nachzudenken, ob es realistisch oder möglich ist.

Zuerst fiel es mir schwer, Scham kam auf – durfte ich mir denn sowas wünschen?

Denn was ich mir wünschte war alles andere als das, was ich jetzt lebte und vor allem schien es so weit entfernt und überhaupt nicht greifbar.

Trotzdem war dieser leise Wunsch nach Freiheit laut genug um mich zu motivieren Geld auf die Seite zu legen. Ich informierte mich immer mehr, startete einen weiteren Blog, plante einen Online-Shop, nahm Schreibaufträge wahr und machte Publik, dass ich mein erstes Buch schreibe. Irgendwann im Juni merkte dann auch mein Ex-Boss, dass ich nicht mehr so bei der Sache war und stellte mich an meinem 23. Geburtstag vor die Wahl: Job Priorität Nr. 1 oder eigene Projekte. Gott wie ich heulte, nicht weil ich kurz davor war meinen Job zu verlieren, sondern weil ich wütend war. Wütend, dass ich mir nichts, dir nichts, ausgewechselt werden würde, obwohl ich so extrem viel Energie in diesen Job investiert habe – ja, viel mehr, als dass ich jemals zurückbekommen habe. Und für was? Dass man mich schlussendlich nur als Ding betrachtet, nicht als Mensch mit Gefühlen. Ich fühlte mich betrogen – so als wäre mir Freiheit versprochen und und eine etwas grössere Gefängniszelle verkauft worden.

Jetzt hatte ich erst recht keinen Bock mehr auf dieses System, wo schlussendlich doch nur Profit und Macht zählt.

Ich arbeite mit Herz, Kreativität, Seele, Freude und Neugierde. Unmenschlichkeit schreckt mich ab, löst in mir das pure Gegenteile aus. Trotzdem blieb ich noch zwei weitere Monate – ich wollte die San-Francisco-Geschäftsreise erleben, schliesslich arbeitet man auch nicht alle Tage für ein riesiges amerikanisches Unternehmen und hat mit 22 Jahren Business-Trips um den Globus. Und etwas Geld brauchte ich noch – für die Steuern, AHV-Beiträge und andere Dinge, für die der Staat Geld kassiert (ja, die Hälfte meiner Ersparnisse, also über 15’000 Franken ging schneller für diese Dinge drauf als dass ich mit der Wimper zucken konnte).

Kurz vor der Abreise nach Kalifornien traute ich mich ganz spontan mein One-Way-Ticket nach Bali zu buchen – boah war das aufregend und vor allem ich habe mich unglaublich gefreut.

Ich habs gemacht, einfach so. Und dann nach Bali, obwohl nur meine Yoga-Ausbildung in Zentralamerika im März 2016 geplant war. 4 Wochen, die ich immer noch als Urlaub nutzen konnte, weil ich natürlich auch eine Phase hatte in der ich glaubte noch ein weiteres Jahr durchstehen zu müssen. Es gibt solche Phasen, aber der Drang nach Freiheit war stärker und vor allem kamen die Signale von überall.

In San Francisco wurde ich dann krank: Sinus-Entzündung, mir gings so dreckig, ich heulte, war total depressiv und verzweifelt. Ich wusste, ich konnte es nicht mehr länger ignorieren, Geld und Angst hin oder her. In der gleichen Woche nach der Ankunft sprach ich mit meinem Ex-Chef. Gott war das schwierig für mich: Die altbekannte Angst, dass ich dann nicht mehr gemocht werde, dass man mich dann als böse ansieht, weil ich etwas mache, was nicht erwartet wird von mir.

Natürlich brach die Verbindung während dem Gespräch ab, nachdem ich laut ausgesprochen habe, dass ich kündige.

Und dann musste ich es nochmals wiederholen und fast schon wieder lachen, weil das Schicksal so ironisch sein kann. Woah, nur noch ein Monat und dann war ich frei. Ich hatte den September für alles Organisatorische eingeplant. Meine Familie unterstütze mich und trotzdem spürte ich ihre Angst. Zuhause herrschte etwas komische Stimmung – ich stritt mit meinen Eltern wegen einer Kleinigkeit, doch wir wussten, eigentlich ging es nicht um die Zitronenscheibe, die ich in der Küche liegen gelassen habe. Nein, es war aufreibend, für alle. Mein mutiger Sprung löste natürlich (ungewollt) auch etwas in meinen Mitmenschen aus. Ich bekam unglaublich viele Nachrichten – einige schrieben mir Gründe auf, weshalb sie so etwas wagen können (in Lösungen denken, nicht Problemen…) andere freuten sich, dann wiederum ganz viele wollten mich treffen. War absolut viel zu viel für mich. Gute Übung um NEIN zu sagen – klappte nicht immer, ich kapselte mich ab und war schlussendlich erleichtert endlich im Flugzeug zu sitzen. Am Flughafen herrschte noch Chaos und ich verpasste fast meinen Flug – wieder wurde ich gezwungen aus meiner Komfort-Zone zu springen und ich hatte das Gefühl das Universum teste mich – ob ich auch wirklich bereit bin für diesen Traum zur Realität zu machen.

Jetzt bin ich schon über drei Monate unterwegs und es fühlt sich an als wäre ich schon seit einer Ewigkeit weg.

Ich vermisse die Schweiz kein bisschen, hatte so viele intensive Aha-Momente und Erfahrungen, habe mich verliebt und hatte Herzschmerz, war verzweifelt, hatte Läuse und Parasiten, habe meinen Fuss verstaucht, habe in 10 Tagen über 100 Stunden in Stille meditiert, bin alleine durch die Philippinen gereist, über meine Grenzen gebracht, wurde mit Dingen konfrontiert, die ich lieber weggedrückt habe als anzuschauen und lernte vor allem mich, meine Gefühle und Entscheidungen anzunehmen. Ich muss niemandem was beweisen, ich muss mir Liebe nicht verdienen, ich muss nicht etwas Bestimmtes tun um an Selbstwert zu gewinnen.

Ich darf Fehler machen – auch wenn dies heisst, dass ich wieder in der gleichen Kacke feststecke.

Und vor allem, ich darf auch die guten Dinge annehmen, ich darf einsehen, dass ich verdammt mutig bin und Positives finde egal wie tief am Boden ich bin.

Meine Entscheidung bereue ich keinen Tag – seinen Herzenswünschen zu folgen, seiner Intuition zuzuhören und seiner Seele gutzutun heisst nicht, dass man dann tagtäglich nur in der sanften rosaroten Glücksblase steckt – Gott nein, ich habe mehr Hochs und Tiefs als je zu vor – doch es passiert ständig was – innen wie aussen und ich bin präsent. Ich lebe. Im Hier und Jetzt und ich geniesse es egal was kommen mag.

„Gehe deinen Weg – das Leben ist spannend und vor allem warten so viele Überraschungen auf dich. Es ist eine wahre Wundertüte, die voller Learnings und Magie auf dein JA wartet. „

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Serie Black Mirror – Unsere digitale Zukunft?

Ein Premier-Minister der es mit einem Schwein treiben muss, weil die Kraft von Social-Media grösser ist als die unterdrückte Medienberichterstattung?

Das Leben auf einem entfernten Planeten, weil die Erde voll ist?

Das Leben als Avatar?

Beim schliessen der Augen den Hinweis, müsse sie öffnen damit die digitale Welt merkt, dass man noch lebt?

Eine Serie, als Ideen-Schub, als Inspiration und auch als eine Art Warnung, von der Welt die noch vor uns liegen könnte.

Black Mirror gibts auf Netflix >>

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