Als wir letztes Jahr unsere 3 Monate Auszeit geplant hatten, kam auch das Thema „Wer schaut nach der Post“ automatisch auf den Tisch. Obwohl wir über die Monate vieles auf E-Rechnungen umgestellt haben, Kataloge abgemeldet und sogar nach Sammel-Rechnungen gefragt hatten, war unser Briefkasten doch nicht ganz so leer wie wir es gerne gehabt hätten. Ein Familienmitglied damit zu beauftragen kam kaum in Frage und auch unseren Freunden wollten wir keinen so tiefen Einblick in unsere Finanzen geben ;) Also suchten wir nach einer Lösung. Da ich bereits im Jahr 2010 über die neue Swiss Post Box App geschrieben habe, wurden wir schnell fündig.

Anmeldung & Mehrere Personen

Die Anmeldung war einfach und je nach Abo kann man auch noch einen „Partner“ einladen. So konnten Luke und ich uns ein Abo teilen. Seine Post hab ich ihm jeweils zugewiesen und so sah er mit seinem Login nur seine Post.  Wir hatten uns für das Abo „Professional“ entschieden da hier die physische Aufbewahrung der Briefe bei 90 Tagen lag.

Nach der Registrierung konnte ich meinen Schatz im Konto hinzufügen und die Post-Umleitung bekam eine spezifische Post-Box-Adresse die wir sogar noch wählen konnten. Mit einer einfachen Post-Weiterleitung konnten wir unsere Post so direkt an die Swiss-Post-Box umleiten lassen.

Wie funktioniert das?

Egal ob Auszeit, Reisen oder einfach sonst wenig zu Hause, man kann die Post-Box entweder mit einer fixen Weiterleitung nutzen oder jeweils Adress-Angaben machen wenn man die Post gerne im digitalen Postfach hätte.

  • Registrieren
  • Wichtig: Post-Vollmacht ausfüllen und zur Post bringen
  • Neue „Adresse“ wählen
  • Post auf die neue Adresse umleiten
  • Jeder neue Brief wird dann mit Vor- und Rückseite jeweils gescannt und ist dann in der App oder im Web sichtbar.
  • In der App / im Web wählt man welche Post geöffnet werden, welche zurück geschickt oder welche sogar gelöscht werden kann.
  • Nach ca. 1 Arbeitstag ist der geöffnete Brief mit allen Seiten als PDF in der App oder im Web sichtbar.
  • Für eine einfachere Organisation kann man Ordner anlegen.
  • Briefe die man gerne physisch hätte kann man „sammeln“ und wenn 20 Stück erreicht sind kann man diese als Paket zusenden lassen.

Das ist die Kurzfassung des Services. :)
Uns hat es wirklich sehr geholfen während unserer Reise keine wichtige Rechnung zu verpassen. Und vor allem am Anfang des Jahres gibts es doch immer sehr wichtige Rechnungen die ins Haus flattern ;)

Web oder App?

Für die Einrichtung nutzten wir das Web-Interface, welches nicht ganz so Usability-freundlich war wie angenommen. Während der Reise hatten wir dann die iPad App genutzt die im Februar gerade ihren 1. Release hatte. Obwohl ich in den Ferien weilte, die Bugs fanden mich ;) #bughunterin Obwohl ich alle Funktionen nutzen konnte die wichtig waren, hier ein paar Hinweise welche Probleme für mich als erstes erledigt werden sollten:

  • Briefe die man als PDF herunter lädt, sollten ein paar Tage auf dem Gerät gespeichert bleiben. Es kann nicht sein dass ich beim erneuten Aufrufen der Daten nochmals das komplette PDF herunter laden muss. (Vor allem wenn man sich in einem teuren Hotel-WLAN befindet)
  • Nach einem Absturz (was nicht sehr häufig passiert) darf man die kompletten Login-Daten erneut eingeben. Wenn man nun das iPhone in der Hand hat und den Laptop weit verstaut wird das ggf. zu einem Problem. Wir haben dann die Logins zu Sicherheit mal unter „Notizen“ gespeichert ;) Später dann mit 1Password.
  • Der Anmelde-Workflow ist auch etwas „holprig“. Kurz vor unserer Abreise entdeckten wir erst dass wir noch eine Vollmacht bei der Post ausfüllen mussten, damit diese auch das OK hat unsere Post zu öffnen. Beim Willkommens-Email sollte man an das dringend mit einem grossen roten Button und einem Reminder-Mail verstärken :)

Foto2 Foto

Links zum Web und zu den Apps

 

Ausprobieren?

Ihr könnt den Service gerne ausprobieren, allerdings brauchts dazu diese Vollmacht die leider nicht Gratis ist. Allerdings gibts ein Abo welches nicht kostet im Monat, somit könnt ihr bei eurer nächsten 2-wöchigen Reise ja mal das ganze Testen :) Ihr bezahlt lediglich für den Scan und ggf. für das Weiterleiten der Post an eure Heimadresse (Und natürlich die Post-Weiterleitung). Wenn ihr dann den Service wieder ein paar Monate nicht nutzt kostet euch das nichts, er wieder wenn neue Post in eurem digitalem Postfach landet.

Unsere Kosten

Für unsere 3 Monate Auszeit lief unser PostBox-Abo 4 Monate. Wir starteten damit Mitte Januar und es endete mit dem Rückflug Mitte April.

  • 4 Monate à CHF 95.- = 380.-
  • Diverse Scans und am Schluss das Nachhause schicken der physischen Post = ca. CHF 150.-
  • Total: ca CHF 530.- für 4 Monate mit dem teuersten Abo.
  • Hinweis: Wir hatten die Abo-Kosten zum Teil vergütet bekommen, daher hat es sich für uns gelohnt. Das nächste mal würden wir wohl auf das kostenlose Abo zurückgreifen, weil man während kurzen Reisen auch mal auf gewisse Scans verzichten kann, sofern via Couvert ersichtlich ist welche man gerne öffnen lassen möchte.

 

Hinweis: Dieser Beitrag wurde mit freundlicher Zusammenarbeit von Swiss Post Box erstellt. 

 

 

monah

Mein Name ist Monah Sorcelli.
Hier schreibe & filme ich über Gedanken, Geistesblitze, coole Gadgets, hilfreiche Tools und Dinge die das Leben neuer machen!

Viel Spass und <3-lichen Dank fürs lesen & Kommentieren!

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