Links meine Mutter in jungen Jahren - Rechts ich und meine Mutter - Miss you Momy ♥
Links meine Mutter in jungen Jahren – Rechts ich und meine Mutter – Miss you Momy ♥

Heute vor 7 Jahren ist etwas passiert dass mein Leben für immer veränderte.

Die letzten Stunden meiner Mutter mit zu erleben, an ihrem Sterbebett, die Hand zu nehmen und ihren schweren Atemzügen zu zuhören, waren wohl das schwerste das ich in meinem Leben bisher erleben musste.
Das der Tod eines Menschen tragisch ist, musste ich schon einige male erleben. Doch wenn jemand plötzlich gehen muss, jemand der es schaffte eine Stütze zu sein ohne das man es bemerkte, jemand der es schaffte dass man sich Selbständig fühlte, obwohl man noch abhängig war, jemand der es schaffte einen unbewusst zu Motivieren, wenn so jemand plötzlich weg ist, ist auch der Boden unter den Füssen plötzlich in-existent. Die Bodenständigkeit zerschmettert in 1000 Teile, die Verwurzelung fühlt sich an wie mit Schlittschuhen auf dem Wasser. Das ertrinken im Regenmeer der Tränen und das wünschen das man die Handynummer von Gott hätte.

Lange Zeit noch, hab ich meiner Mom SMS geschrieben, an die inaktive Handy-Nummer. Die Kosten waren egal, Hauptsache war, die SMS konnten geschickt werden. Die Gedanken waren „versendet“ das Herz war ein wenig leichter….

Wenn ich heute an meine Mom denke und es mich innerlich immer noch zerreisst, versuche ich meinen Schmerz und meinen Kummer mit Buchstaben zu umwickeln und daraus ein Gemälde zu zaubern welches nur Sie und ich verstehen. Ein Konstrukt zwischen Mutter & Tochter, das so einzigartig ist, dass auch die Distanz zwischen Himmel und Erde keinen Keil zwischen die Liebe trieben kann.

Die Gedanken selbst eine Familie zu gründen, sind nicht weit entfernt, doch mit einer kleinen Truhe an Kummer behaftet. Die Vorstellung das ich von dieser Erde gehen muss und jemand so um mich trauert wie ich es um meine Mom, jemand solche Schmerzen empfindet, wirkt nicht selbstsüchtig, sondern real. Die Gedanken sind nicht weit her geholt, es sind eigene Erlebnisse die sich aufzwingen. Denn zu verleugnen das jeder von uns irgendwann das zeitliche segnet, ist zwar möglich und wird auch praktiziert, doch gleichzeitig ist das Sterben ein wichtiger Teil unseres Lebens, mit dem wir uns aber nicht gerne beschäftigen. Wir möchten nicht, denn wenn es kommt, dann kommt es. Die Angst darüber zu reden, als wäre der Tod vor der Tür, beängstigt viele, vor allem die Menschen die daran glauben dass man es „verschreien“ kann. Mit der Aussprache von „Sterben“ machen wir uns sterblicher, obwohl wir sterblich sind. Es ist wie bei Harry-Potter wo man den Namen des Bösen Zauberers nicht sagen darf, weil er einen sonst holt. Obwohl wenige an Schicksal glauben, glauben viele daran dass man nicht über den Tod reden sollte. Doch denkt daran, wenn ihr weg seit, ist Schluss. Und ich als Tochter hätte mir nichts mehr gewünscht als ein Brief.. ein paar letzte Zeilen die mich nach dem Tod meiner Mom. Ein „Lebenszeichen“ nach dem Schlussstrich um die Gewissheit zu haben, das man auch nach dem Leben, etwas auf der Erde zurück lässt.

Momy I miss you
1. Juli 1958 – †18. September 2005

PS: Ich möchte, wenn es denn soweit ist, eine Feuerbestattung. Und eine eher heitere Beerdigung mit ganz viel Kuchen! Einen Grabstein der aussieht wie ein Baum mit einem integrierten Display :) Jeder soll dabei sein können und andere sollen für andere Backen. Die Sonne soll scheinen und liebe Menschen sollen liebe Dinge über mich sagen. Das wünsche ich mir, irgendwann ganz viel später!

PS2: Ich wäre heute nicht das was ich bin wenn sie noch wäre, ich wäre heute anders wenn sie noch hier wäre, ich weiss aber mit Bestimmtheit ich wäre heute nicht im Internet wenn meine Mom nicht darauf bestanden hätte das ich Informatikerin werde statt Frisörin. Danke Mom fürs an mich glauben, mich lieben, mich Zigaretten stehlen lassen, fürs anschreien, fürs einladen, fürs Autofahren, fürs umarmen, mich motivieren, mich Kind sein lassen. Danke für die vielen Karaoke-Stunden im Wohnzimmer, für das Reisen durch die Welt, Danke für alles! <3 Mom & Dad ich liebe euch!

monah

Mein Name ist Monah Sorcelli.
Hier schreibe & filme ich über Gedanken, Geistesblitze, coole Gadgets, hilfreiche Tools und Dinge die das Leben neuer machen!

Viel Spass und <3-lichen Dank fürs lesen & Kommentieren!

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