Ein kleines Weihnachtsmärchen

Heute ist Weihnachten!

Vor 22 Jahren machte ich den 23. Dezember zu meinem Weihnachtsabend. Meine Eltern sassen gemütlich vor dem Fernseher. Ich konnte nicht schlafen, denn ich wollte auf keinen Fall das Christkind verpassen! Also machte ich mich auf den Weg in die Küche und starrte aus dem Fenster. Klaute mir ein Guezli und knabberte gemütlich ein paar Nüsschen. Irgendwann, so nach ca 5 Minuten, war das zu langweilig und ich machte die verbotene Türe auf. In der Küche befand sich eine Türe, die ging direkt in Papas kleine Werkstatt. Diese Türe war immer an Weihnachten, Geburtstagen und sonstigen geschenkfreudigen Ereignissen Tabu. Klein Mona tabbelte also auf Zehenspitzen zur Türe.. Drückte die Türfalle runter . und nichts passierte. Die Türe war verschlossen. Was mich nicht davon abhielt, den Küchenstuhl an die Türe zu stellen um auf Papas Augenhöhe mal nach dem Schlüssel zu suchen. Gefunden! Die Türe neugierig geöffnet und WOOOOW. Ich hatte das Zwischenlager vom Christkind entdeckt! Eilig suchte ich nach dem grössten Geschenk und packte es aus. Es war ein Koffer voller Buntstifte, Kreidestifte, Neocolor und Wasserfarben. Bleistifte, Filzstifte.. Ein Bunt-Malstifte-Koffer eben. (Den gibts im Moment wieder in der Migros zu kaufen!)

So als wäre nichts geschehen tabbelte ich mit der Beute zurück in mein Kinderzimmer, krallte mir die A3 Zettel und fing genüsslich an ein Bild fürs Christkind zu malen. Irgendwann beim ausmalen des Regenbogens schlief ich gemütlich auf dem Koffer ein. Meine Eltern, vermutlich nicht gerade sehr erfreut, legten mich zurück ins Bett und deckten mich zu. Denn als ich am morgen erwachte, war der Zettel weg und der wunderschöne bunte Malkoffer.

Mit einem überirdisch schlechtem Gewissen machte ich meine Türe einen Spalt auf. Noch niemand Wach – Uff, Glück gehabt. Rasch in die Küche, Milch holen, zurück ins Zimmer schleichen.

Ein paar Minuten später, als ich genüsslich meine kalte Milch schlürfte, kam Mamma ins Zimmer. Mit einem Blick, den man als Kind nicht so gerne mag.. Sie sagte mir, dass das Christkind sehr enttäuscht sei und es noch nicht weiss, ob es heute Abend die restlichen Geschenke bringt.Ich dachte mir „was interessieren mich die restlichen Geschenke – Ich will den Malkoffer!“ Ganz traurig guckte ich meine Mom an und fragte nach den bunten Stiften. Sie meinte nur, die gibt’s vielleicht heute Abend. Also wartete ich. Ich sass auf dem Bürostuhl und meine Augen schauten gespannt auf die Uhr an der Wand.. Langsam wurde es 9 Uhr. dann 10 Uhr.. ich wartete und wartete. Als es klingelte wusste ich genau was passiert. Bald brennen die kleinen Kerzchen am Tannenbaum, bald gabs feines Essen und noch balder die Geschenke.

Ich hibbelte und zappelte und wartete gespannt auf meinen Mal koffer. Doch .. unter meinem Baum gabs keine Geschenke für mich. Zuerst wurde Oma beschenkt, dann Papa, dann mein Onkel…. aber keine Geschenke für die kleine Mona.

Nach einer kurzen Livitenlesung und einigen tränchen, bekam ich dann aber meine Geschenke. Doch der Malkoffer war weg…

Mom sagte „Das Christkind hat ihn wieder mitgenommen“ .. noch mehr tränchen flossen.

So ging der Abend zu Ende, und Malkoffer-Vermissend ging ich zu Bett.

Als ich am nächsten morgen aufstand, sahen meine kleinen Äugelein den Koffer auf dem Schreibpult! Mit einer Menge Papier!

Direkt mit dem All-In-One-Pyjama sass ich an den viel zu grossen Schreibtisch und malte drauf los als gäbe es kein morgen.

The End!

Das war Monah – Ganz Privat! Ich wünsche euch ein wunderschönes Weihnachtsfest!

monah

Mein Name ist Monah Sorcelli.
Hier schreibe & filme ich über Gedanken, Geistesblitze, coole Gadgets, hilfreiche Tools und Dinge die das Leben neuer machen!

Viel Spass und <3-lichen Dank fürs lesen & Kommentieren!

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