pampersVorweg: Dank der Cumuls-Karte bin ich ein gläserner Kunde. Ist mir bewusst – mir macht es nichts aus. Wenn die Migros für mich einkaufen müsste wären folgende 10 Dinge in meinem Warenkorb:

  1. Ratatouille in der Dose
  2. Gefrorenes Gemüse
  3. Straussenfleisch
  4. Kellogs Special K
  5. Wok-Öl
  6. Landrauchschinken
  7. Rote Zwiebeln
  8. Grüne Spargeln im Glas
  9. Apfelmus ohne Zucker
  10. Ein kleiner Ice Tea

Vor ein paar Wochen bekam ich einen Brief der Migros, indem Sie mich über Ihr neues Pampers Sortiment aufklärten. OK – Hab ich mir gedacht. Das liegt wohl daran dass ich ab und an Baby-Artikel kaufe für Freunde, als Geschenk oder für den Eigengebrauch ;) Doch der Brief heute, hat mich dann doch etwas umgehauen – aber lest selbst:

***Pampers  – unser Bestes für Ihr Baby***

Sehr geehrte Frau Hinnen

  • Sie haben ein Neugeborenes, dessen Haut besonder empfindlich ist? => Hui – äh nicht das ich in den letzten 9 Monaten was bemerkt hätte.
  • Einen kleinen Entdecker, der die Welt auf allen vieren erkunden möchte? => Meinen die meinen imaginären Hund?
  • Oder ein Wirbelwind, der wilde Rutsch- und Kletter-Partien veranstaltet? =>Mein Freund besoffen am Jungs-Abend? ;)
  • Die Windeln von Pampers sind auf die Bedürfnisse Ihres Kindes optimal abgestimmt und schmiegen sich in jeder Situation perfekt an dessen zarte Haut => Gut zu wissen!
  • Für jede Entwicklungsphase die passende Windel – und dies zu attraktiven Preisen in Ihrer Migros. => Super!

Jetzt kommt das beste => „Wir wünschen Ihnen und Ihrem Baby viel Vergnügen in der Welt von Pampers!

***

Nun denn Liebe Mobiliar Migros…

Weil ich 1x im Monat irgendwas kleines „Babyhaftes“ Kaufe (wenn überhaupt) ist eine Klassifizierung für so ein direktes Briefmailing doch ein bisschen zu „krass“. Wenn ich Mutter wäre, hätte ich wohl ein Umsatzvolumen von mindestens CHF 100.- / Woche mit solchen Artikeln. (Kenn mich da nicht aus, ist also geraten)

Ich kenne selbst die Problematik eines solchen Mailings. Man entscheidet irgendwo: „Alle die in den letzten X Monaten einen Artikel von X gekauft haben werden angeschrieben.“ Das war beim ersten Mailing (Info das Pampers auch in der Migros erhältlich ist) ok. Ich konnte einem guten Freund in der Kaffepause dann Mitteilen „Hey häsch gwüsst für Pampers muesch ez nüme umerenne – chasch si im Migros Chaufe“ Aber bei so einem direkten Briefmailing, bei welchem Ihr mir quasi „unterstellt“ ich hätte ein Baby, muss das Kundensegment exakt zutreffen. Gleichzeitig, und das ist ein sehr heikles Thema, besteht auch immer die Gefahr Personen anzuschreiben die kürzlich einen Verlust des eigenen Kindes erlebt haben. Dagegen kann man nicht viel tun ausser am Ende des Briefes eine Zusatzzeile mit einem Hinweis zu versehen, in dem man sich für das evtl. falsche Mailing entschuldigt und einer Kontakadresse, bei welchem man sich (bei wiederkehrenden Mailings) abmelden könnte.

Dennoch bin ich gespannt welche Baby-hafte Überraschung als nächstes auf mich wartet. Vielleicht läuft bei euch jetzt sowas wie ein Baby-Ticker – in 18 Jahren bekomm ich dann die Lernfahrsoftware für die Autoprüfung, für mein Kind, umsonst ;)

monah

Mein Name ist Monah Sorcelli.
Hier schreibe & filme ich über Gedanken, Geistesblitze, coole Gadgets, hilfreiche Tools und Dinge die das Leben neuer machen!

Viel Spass und <3-lichen Dank fürs lesen & Kommentieren!

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