Social Media Zombies – Wie standard Ausbildungen zum Problem werden

Nachfolgender Text wurde nicht lektoriert & Frei Schnauze geschrieben:

Als ich vor über 10 Jahren in die Social Media Szene geworfen wurde, gab es noch keine Ausbildungen. Und auch die spätere Ausbildung an der FHNW war eher technisch als kreativ. Zumal dort auch noch die Studenten anderen Studenten etwas bei brachten weil die Szene erst gerade erwachte.

Heute machen viele irgend ne Social-Media-Schule (gibt jetzt ja ne riesen Auswahl) und kommt danach oder sogar zeitgleich in eine Social Media Position und kann loslegen. Das Problem an diesem Ausbildungsbrei sehe ich darin das oftmals alles nach Schema F, wie man es gelernt hat, funktioniert. Das bemerke ich auch wenn ich mit diesen Neuzeit-Studenten spreche die Social Media gelernt statt entdeckt haben.

Statt wie früher sich zu überlegen was Social Media kann will man heute lieber Fans sammeln, Zeug promoten und braucht viel Zeit zum Analysieren. So wie man es eben gelernt hat in der Schule.

Diese Fertigmischung führt dazu das viele Unternehmen einfach keine Kreativität mehr zeigen oder Teams viel zu viel Zeit mit Reports verplempern statt guten Kundendienst und geiles Storytelling zu leisten.

Statt sich einen Kanal zu suchen wo man wirklich gut ist, werden alle Kanäle zeitgleich eröffnet mit ambitionierten Planungszielen wird dann versucht das ganze zu bespielen und dabei natürlich immer alle Infos knapp Parallel auf den Kanälen zu spiegeln und Kanalgerecht zu servieren …. das wäre so als würde ich im Radio die Werbung hören im Heft den gleichen Slogan lesen und im TV noch den identischen Inhalt bildlich sehen. #schnarch

Das Kredo „Es MUSS täglich etwas auf Social Media gepostet werden“ ist etwa so lächerlich wie sich eine Tageszeitung zu abonnieren und direkt ins Altpapier zu schmeissen.

Ich sage meine Kunden sie sollen sich einen Social Media Account anlegen, am besten dort wo sie bereits Privat unterwegs sind. Erst wenns dort klappt, wenn Ressourcen und Knowhow vorhanden sind, können wir noch einen zweiten eröffnen. Einzige Ausnahme Youtube für Inhalte auf Webseiten & Co.

Viele Social Media Workers fragen in den gängigen Networking Events oder Gruppen stetig das gleiche.
Welche KPIs soll ich Reporten, mit welchen Tools soll ich reporten, wieviele Personen sollte ein Team haben um gut zu funktionieren? Da wünschte ich mir manchmal einfach wieder etwas mehr Mut. Mut auszuprobieren, nicht in den gelernten „Schranken“ zu denken und den Kunden wieder in den Mittelpunkt zu stellen. Mit den vorhandene Ressourcen zu arbeiten und wenn es sein muss auch mal Aufklärungsarbeit zu leisten, auch wenns beim eigenen Chef ist.

Grossfirmen vs. Einzelunternehmen

Die Frage mit der Team Grösse stellt sich kaum bei einem Einzelunternehmen oder Kleinunternehmen welches ohne Marketing auskommt. Dort wird schlussendlich ein kleiner Teil des Daily Business zum Social Media Business. Und viele von den „kleinen“ machen es verdammt gut für die wenige Zeit die Ihnen bleibt. Denn Sie posten direkte Infos an Ihre Fans / Kunden / Friends / Unterstützer. Und planen nicht 100 Tage im voraus und verbrauchen danach 90% der Zeit für die Reportings die dann sowieso nach 5 Minuten wieder im Müll landen.

Bei Grosskonzernen, wird meist mit so vielen Personen gearbeitet das der Organisations-, Meeting- und Kommunikationsaufwand alleine eine ganze 100% Stelle benötigt.

Bei diesem Geldscheissersyndrom (pardon…) ist es wichtig die richtigen Skills an der richtigen Stelle zu positionieren. Und was noch viel wichtiger ist, die Vorgesetzten sollten weniger darauf bedacht sein das irgendwelche Likes und Zahlen stimmen, sonder lieber darauf vertrauen dass ihre Leute wissen was sie tun.

Lieber ein kleines Team mit Freiheiten und Ideen, als ein grosses Team das lauter Reportings das wesentliche vergisst.

Social Media ist die Chance direkt beim Kunden zu sein und zu wissen was er möchte, ihm zuzuhören, ihn wert zu schätzen und ihm zu zeigen, das in diesem Unternehmen auch Menschen arbeiten die Freude an Ihrem Job haben!

Aber die Freude viele Social Medians geht flöten – weil immer mehr Druck auf den Reportings und den Zahlen liegt. Wenn es heisst „Social Media sollte doch mein Produkt verkaufen warum klappt das nicht“ müsste man sich vielleicht mal überlegen ob es wirklich das Social Media Team ist, welches schlechte Arbeite leistet oder einfach das Produkt und die Freude daran, vielleicht noch etwas optimiert werden müsste? ;)

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Weniger Sichtbarkeit & Interaktion mit einem Instagram Unternehmens-Konto?

Vor ein paar Wochen wechselte ich meinen privaten Instagram Account von Privat zu einem Unternehmens-Konto. Mit einem einfachen Klick war das erledigt und ich wollte wissen was es mir bringt.

Bereits nach ein paar Wochen bemerkte ich weniger Kommentare, weniger Likes, allgemein weniger Sichtbarkeit und Interaktion. Erst dachte ich, es liegt an den Bildern, das ich einfach ziemlich schlecht bin im Fotografieren :D

#InstameetZH vom 24. Januar 2017

Am Zürcher Instagram Treffen im 25hours Hotel kamen wir zurück zum Thema und @swissky und @borisbaldinger besprachen uns zum Thema. Auch die beiden bestätigten diesen Verdacht und so beobachtete ich das ganze weiter.

Vom Unternehmens-Konto zurück zum Privaten-Konto

Vor ein paar Wochen also wechselte ich also vom Unternehmens-Konto wieder zurück zum Privaten Konto und siehe da Interaktion & Kommentare. Na Halleluja!

Gleiches Konzept wie bei Facebook?

Unternehmen sollen für Visibilität bezahlen. Das ist das Konzept von Facebook. Und das gleiche wird auch bei Instagram je länger je mehr spürbar. Da angenommen wird das Unternehmen vermehrt auch „Werben“ werden wohl nicht alle Bilder an die Follower ausgeliefert. Damit man dann schlussendlich wieder alle Fans erreichen kann, brauchts Geld. So ist das nun auch bei Facebook gang und gäbe. Man kann nur mit organischen Posts nicht mehr alle seine Fans erreichen. Ist also absehbar das es (bald) bei Instagram auch so ist.

FAQ

Wie stellt man auf ein Instagram Unternehmens-Profil um?

Das nächste #InstameetZH ist am 21. März 2017

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WordPress Seite Archivieren – als HTML Exportieren

Immer öfters bekomme ich die Anfrage, Projektwebseiten die ich mal erstellt habe zu archivieren.
Da WordPress regelmässiges Maintenance benötigt ist dies ein guter Schritt, wenn man die bereits erfassten Daten nicht mehr ergänzen aber erhalten möchte.

WordPress Plugin WP Static HTML Output  | Allows you to leverage WordPress as a great CMS, but benefit from the speed, security and portability that a static website provides.

Das einfachste hierfür ist ein Plugin, welches die komplette WordPress Homepage als HTML Exportiert, inkl. Ordner-Struktur und Bilder. Einzelne Scripts werden dabei nicht 100% erfasst, es geht den Kunden aber meist auch nur um den textuellen Inhalt und der wird 100% gesichert.

 

  1. WordPress Plugin WP Static HTML Output installieren
  2. Plugin aktivieren
  3. Dann entweder via „Export Options“ die FTP Informationen angeben damit der Export automatisch auf dem FTP seinen Platz findet.
  4. Alternativ: Auf Export weiter unten klicken. Danach das Zip downloaden. 
  5. ZIP oder Zip-Inhalt auf FTP Laden. Am besten in einen neuen Ordner.
  6. Wenn Upload erfolgreich Domain oder Subdomain Ziel-Ordner anpassen damit die bekannte URL dann auch auf die HTML Version zielt und nicht mehr auf die WordPress Installation.
  7. WordPress-Files löschen.
  8. Fertig :)

Das wars schon!

 

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